Pfotenpflege beim aktiven Hund

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Sicher hast du schon einmal beobachtet, dass sich dein Hund an den Pfoten leckt und sogar daran knabbert. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass etwas mit den Pfoten deines Vierbeiners nicht stimmt. Erfahre hier, wie du Verletzungen vorbeugen kannst und worauf du bei der Pfoten Pflege deines aktiven Vierbeiners achten solltest.

Tipps zur richtigen Pfotenpflege beim aktiven Hund

Sicher hast du schon einmal beobachtet, dass sich dein Hund an den Pfoten leckt und sogar daran knabbert. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass etwas mit den Pfoten deines Vierbeiners nicht stimmt. Dass solltest du dir unbedingt genauer ansehen. Weisen die Ballen kleine Risse oder Verletzungen auf, splittern die Krallen? Sind die Pfoten erst mal verletzt, können Entzündungen entstehen. Milben, Zecken und andere Parasiten haben es viel leichter, wenn das Hautmilieu gestört ist und bereits Verletzungen entstanden sind. Erfahre hier, wie du Verletzungen vorbeugen kannst und worauf du bei der Pfoten Pflege deines aktiven Vierbeiners achten solltest.

Die Pfoten – ein Wunder der Natur

Die Pfoten deines Hundes sind ein Meisterwerk der Natur. Sie tragen deinen Hund über die unterschiedlichsten Bodenbeläge. Ob weicher Waldboden, harter Asphalt, loser Schotter oder große Steine in einem Flussbett. Nichts kann deinen Vierbeiner davon abhalten, darüber zu laufen. Auch große Temperaturunterschiede können die Hunde Pfoten scheinbar problemlos wegstecken. Gerade noch mit den Füßen in der Nähe der Heizung gelegen und geschlafen, geht es kurz darauf noch einmal schnell raus in die Winterkälte. Alles kein Problem, für gesunde Hundepfoten. Bei jedem Schritt ertastet der Hund mit seinen Pfoten seine Umwelt und nimmt dabei wichtige Informationen über Bodenbeschaffenheit und Temperatur war. Kaum zu glauben, dass die Pfoten unserer Vierbeiner auf der einen Seite so sensibel sind, dass sie sogar kitzelig sind, ihnen jedoch der steinigste Untergrund im Galopp nichts auszumachen scheint.

Die Pfoten Ballen sind mit einer robusten Hornhaut überzogen. Das hast du aber sicher bereits am eigenen Leib gespürt, wenn sich dein Hund mit seiner Pfote auf deinen nackten Fuß stellt und dann noch eine Kehrtwendung macht. Diese raue Hornhaut sorgt zusätzlich zu den Krallen für guten Halt, bei jeder Bodenbeschaffenheit. Die großen Fettpolster sorgen für die nötige Dämpfung, und fangen sanft die Sprünge des Hundes, zum Schutz des Bewegungsapparates ab. Die Pfoten tragen nicht nur das komplette Körpergewicht des Hundes, sondern helfen durch Schwitzen bei der Regulierung der Körpertemperatur. Im wahrsten Sinne des Wortes hat daher der ein oder andere Hund ordentliche Schweißmauken.

Erhöhter Abrieb beim Zughundesport

Die Pfoten unseres Hundes sind das ganze Jahr über verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Sand, heißer Asphalt, Wasser, Steine, Schotter, Dornen, Getreidegrannen im Sommer. Eis, Schnee, Splitt und Streusalz im Winter. Kleine Fremdkörper können in die Zwischenzehenhaut gelangen und dort Entzündungen hervorrufen. Bei aktiven Hunden, die mit ihren Menschen wandern, joggen oder Zughundesport betreiben, werden die Pfoten weitaus stärker beansprucht. Gerade beim Zughundesport werden die Hundepfoten besonders stark belastet, was zu einem höheren Abrieb führt, als beim normalen Spaziergang.

Symptome auf die du achten solltest:

  • Hund leckt häufig an den Pfoten
  • Hund knabbert an den Pfoten
  • Hund humpelt

Regelmäßige Pflege

Spätestens dann, wenn die Krallen deines Hundes beim Gehen auf hartem Boden Geräusche machen, als wenn Edward mit den Scherenhänden auf allen Vieren durch dein Wohnzimmer krabbelt, solltest du die Länge der Krallen überprüfen. Durch weiche Untergründe, wie Waldböden oder Feldwege, nutzen sich die Krallen wenig ab und müssen in der Länge gekürzt werden. Zu lange Krallen behindern den Hund beim Gehen. Überlange Krallen werden beim Gehen und Laufen in das Krallenbett hineingedrückt und üben einen schmerzhaften Druck aus. Das kann zu einer Schonhaltung und zu Folgebeschwerden, wie Muskelverspannungen, Gelenkschäden bis hin zu Fehlstellungen führen.

Rutscht dein Hund häufig auf glatten Böden aus, solltest du die Länge des Fells zwischen den Ballen unter die Lupe nehmen und bei Bedarf kürzen. Das hat im Winter den Vorteil, dass sich keine oder zumindest weniger Schneeklumpen zwischen den Ballen bilden können.

Schneiden der Krallen

Krallenschneiden erfordert eine gewisse Übung und Einfühlungsvermögen. Die wenigsten Hunde sind davon begeistert und verkrümeln sich, sobald sie die Krallenzange erblicken. Die Krallen sollten den Boden nicht berühren wenn dein Hund normal steht, sonst ist ein Kürzen der Krallen unumgänglich. Wenn du dir unsicher bist, solltest du dir professionelle Hilfe suchen. Dein Tierarzt oder der Hundefrisör deines Vertrauens helfen dir sicher gerne weiter.

Was benötigst du zur Pflege?

  • Pfotenbalsam
  • Krallenzange
  • Feile
  • Pinzette
  • Taschenlampe, Stirnlampe

Pflege nach dem Sport

Vor und nach der Wanderung, dem Lauf durch den Wald oder der Runde mit dem Dogscooter solltest du die Pfoten deines Hundes genauer inspizieren. Übe leichten Druck auf die Pfoten aus und achte auch Druckempfindlichkeit, die dein Hund sonst nicht an den Tag legt.

Überprüfe sie auf:

  • Fremdkörper (Grannen von Gräsern, Glassplitter, kleine Schottersteinchen)
  • Schnittverletzungen
  • Wunde Stellen
  • Parasiten (Zecken zwischen den Zehenzwischenräumen)
  • Gesplitterte Krallen

Am besten spülst du die Pfoten zu Hause mit lauwarmem Wasser ab. Vom Dreck befreit, kann man Fremdkörper viel besser erkennen. Falls du etwas entdeckst, versuche den Übeltäter mit einer Pinzette zu entfernen. Hast sich die Stelle bereits gerötet oder entzündet, suche umgehend einen Tierarzt auf. Je nach Verletzungsgrad sollte die Pfote medizinisch versorgt werden. Nach dem Abspülen solltest du die Pfoten gut abtrocknen und eine Pfotenpflege auf die Pfoten auftragen. Ist dein Hund wenig kooperativ, hilft meist eine entspannte Atmosphäre. Versucht dein Hund die Salbe ständig abzulecken, kann ein leckerer Kauknochen zur Ablenkung sehr nützlich sein.

Besondere Pflege im Winter

Bei langem Fell bilden sich oft Schneeklumpen zwischen den Ballen. Dein Hund macht sich in dem Fall wahrscheinlich durch Abschlecken der Pfoten, häufigem Stehenbleiben und durch Anheben der Pfoten bemerkbar. Das Fell zwischen den Ballen zu kürzen und eine Pfotensalbe aufzutragen kann schon Abhilfe sorgen. Noch effektiver kannst du deinen Hund mit Booties helfen. Diese schützen die Pfoten vor Schneeklumpen, vor Verletzungen und vor dem aggressiven Streusalz.  

Besondere Belastung 

Bei besonderer Belastung, beispielsweise beim Zughundesport, sollte dein Hund prophylaktisch Booties tragen. Bei langen Wanderungen solltest du immer Booties im Rucksack haben, um deinen Hund bei entsprechend ungünstigen Verhältnissen vor Verletzungen zu schützen. Es gibt häufig Passagen mit sehr scharfkantigem Geröll. Hat sich dein Hund erst einmal verletzt, kann es das Ende eurer Tour bedeuten. Booties sind sehr hilfreich, wenn sich dein Hund trotz aller Vorsicht, dennoch verletzt. Wenn du die Pfote verbinden musst, bleibt der Verband sauber, trocken und an der verletzten Pfote, wenn du einen Bootie darüber ziehst. An Hundeschuhe musst du deinen Vierbeiner allerdings rechtzeitig gewöhnen.

Viel Spaß bei euren Abenteuern, wünscht dir dein Team von Wilder Hund!

Fotos Quelle: @ruffwear, @nonstop dogwear, @Wilder Hund

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