Wanderrucksack packen

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Ob Tages- oder Mehrtagestour, deine Tour sollte ausführlich durchdacht sein. Unterwegs in den Bergen kannst du nicht mal eben in ein Geschäft gehen und Dinge kaufen, die du vergessen hast. Kleinigkeiten, die in deinem Equipment fehlen, können bestenfalls ärgerlich sein, sie können aber auch zum echten Problem werden, und dich sogar zum Abbruch der Tour zwingen.

Was gehört in meinen Wanderrucksack

Mein Rucksack steht im Grunde immer griffbereit. Die wichtigsten Dinge sind bereits verstaut. Wenn ich also spontan Lust auf eine Wanderung habe, muss ich nicht erst alles zusammensuchen, sondern nur Trinkwasser, etwas zum Essen und je nach Jahreszeit und Wetter entsprechende Kleidung einpacken. Das spart Zeit und trägt dazu bei, nicht die Hälfte zu vergessen. Trotzdem sollte man sein Equipment immer wieder auf Vollständigkeit und Funktion überprüfen. Ist die Batterie der Stirnlampe voll, ist das Erste Hilfe Set vollständig, sind noch Blasenpflaster im oberen Fach, habe ich das Regen Cover neu imprängniert? 

Was sind denn aber nun die Dinge, die ich beim Wandern in meinem Rucksack mitführen sollte? Kommen wir nun also zu deiner Ausrüstung.

Wanderbekleidung

Solltest du deine Wanderschuhe länger nicht getragen haben, ist eine sorgfältige Prüfung angeraten. Das dauert nicht lange ist aber sehr wichtig. Ist das Profil noch in Ordnung, weist die Sohle Beschädigungen auf? Defekte Stellen im Inneren der Schuhe können zu Schwielen, Blasen oder anderen Problemen führen. Vor einer längeren Tour kannst du die Wanderschuhe zu einer Gassirunde anziehen. So erkennst du eventuelle Schäden oder Mängel, wie beispielsweise drückende Stellen oder eine sich lösende Sohle. Sollte der Schuh drücken, scheuern oder das Fußbett einfach durchgelatscht sein, tausche die Schuhe aus. Die neuen Schuhe solltest du vor einer Tour unbedingt einlaufen.

Die Wanderhose, egal ob lang oder kurz, sollte bequem, leicht und schnelltrocknend sein. Am besten eignen sich Hosen mit abtrenn- oder hochkrempelbaren Beinen. Solltest du doch mal in einen Regenschauer geraten, ist es sehr von Vorteil, wenn die Hose wieder schnell trocknet. Eine leichte Regenjacke gehört ganzjährig in den Rucksack.

In den Bergen und auf einem Gipfel ist es meist kühler als im Tal, stellenweise liegt sogar im Sommer noch Schnee. Ersatzkleidung macht immer Sinn, damit du nicht mit durchgeschwitzter oder nasser Kleidung auf dem Gipfel sitzt und dir eine Erkältung holst. Auch der Abstieg macht mit nasser oder klammer Kleidung keinen Spaß. Auch wenn du im Sommer in T-Shirt startest, solltest du dennoch eine leichte Primaloft Jacke mitnehmen.

Brotzeit

An der frischen Luft, besonders auf dem Gipfel schmeckt eine einfache Brotzeit unbeschreiblich gut. Selbst wenn dein Ziel eine bewirtschaftete Berghütte ist, packe dir trotzdem Proviant ein. Es kann sein, dass die Hütte trotz angegebener Öffnungszeiten geschlossen hat, das Wetter umschlägt und dich zu Umwegen oder gar zum Umdrehen zwingt, oder du einfach eine tolle Stelle findest und deinen ursprünglichen Plan änderst. Du solltest deinen Hunger und Durst unabhängig von Hütten stillen können. Was eignet sich als Wegzehrung: belegte Brötchen, Obst, Müsliriegel, und vor allem ausreichend Trinkwasser (für Mensch und Hund).

Ausrüstung für deinen Hund

Auch für deinen Hund solltest du Proviant mitführen. Ausreichend Trinkwasser, denn du weißt nicht, ob auf der Strecke genug Wasserquellen mit frischem Wasser vorhanden sind. Der volle Bach im Frühjahr kann im Sommer ausgetrocknet sein. Bei Tagestouren reicht das „normale“ Hundefutter aus. Auf der Tour sollte der Hund ohnehin nur kleine Mengen zu sich nehmen. Halte Pausen ein. Für Mehrtagestouren gibt es spezielles Reisefutter, welches deinem vierbeinigen Wanderpartner mehr Energie liefert. Das Nonstop Dogwear Energy Pate eignen sich auch aufgrund des geringen Gewichts und den kleinen Verpackungen und der nicht einzuhaltenden Kühlkette sehr gut für unterwegs.

Dein Hund kann seine Brotzeit in einem Hunderucksack selbst tragen. Bitte denke daran, den Hund rechtzeitig an das Tragen des Rucksacks zu gewöhnen. Dein Hund kann, je nach Größe, Alter, Gewicht und Fitnesszustand bis zu 25% des eigenen Körpergewichts tragen.

Je nach Schwierigkeitsgrad der Tour benötigt ihr ein Sicherheitsgeschirr. Ansonsten ist ein gutes Brustgeschirr mit ausreichend Bewegungsspielraum für den Hund bestens geeignet. Verzichte bitte auf ein Norwegergeschirr, dieses schränkt die Bewegungsfreiheit deines Hundes stark ein. Ergänze das Geschirr immer mit einem Halsband, an dem du deinen Hund bei gefährlichen Situationen führen kannst. Wanderleine mit Rückdämpfer, einfache leichte Ersatzleine falls Leine oder Karabiner auf der Tour kaputt gehen sollten. Wenn du gerne Dogtrekking betreiben willst, deinen Hund also im Zuggeschirr vor dir laufen und ziehen lässt, benötigst du ein spezielles Zuggeschirr, eine Jöringleine mit Ruckdämpfer, einen Hüftgürtel für dich (mit Panik Snap) und ein Halsband.  

Denke bitte auch an Booties wie beispielsweise die Grip Trex von Ruffwear, die du prophylaktisch einsetzen kannst (beispielsweise beim Durchqueren eines Kars). Hundeschuhe werden leider immer noch häufig belächelt. Eine verletzte Hundepfote blutet sehr stark. Hundeschuhe können vor Verletzungen schützen, sie können aber auch im Notfall den Verband an Ort und Stelle, trocken und sauber halten.

Das solltest du dabei haben

Hier kommt es selbstverständlich auch darauf an, in welchem Gelände du dich bewegst und wie lang deine Tour werden soll. Bei Mehrtagestouren kommen noch Schlafsack, Kochgeschirr usw hinzu. Dann gibt es selbstverständlich noch ein paar Dinge, die auf einer Tour nicht fehlen sollten: Kamera, Sonnencreme, Wanderstöcke, Kartenmaterial.

Ich fasse kurz zusammen:

  •          Erste Hilfe Set für Mensch & Hund
  •          Benötigte Medikamente für Mensch & Hund
  •          Wanderschuhe
  •          Regenbekleidung
  •          Wechselkleidung
  •          Trekkingsocken, Ersatzsocken
  •          Proviant für Mensch & Hund
  •          Wanderkarte
  •          Stirnlampe
  •          Sonnencreme
  •          Sonnenbrille
  •          Hundegeschirr/Hunderucksack, Hundeleine + Ersatzleine, Hundehalsband, Booties
  •          Papiere, Ausweise (Impfpass des Hundes im Ausland)
  •          Kamera
  •          Handy
  •          Powerbank

 

Du musst dir aber jetzt nicht alles merken oder sogar notieren. Wir haben für dich drei Packlisten zusammengestellt, die du ausdrucken und beim Packen deines Rucksacks abhaken kannst. Eine Packliste für Tagestouren, eine für Mehrtagestouren (Dogtrekking) mit Übernachtung auf der Hütte und eine Packliste für Mehrtagestouren (Dogtrekking) mit einer Übernachtung im Biwak. Wie man sich ein Biwak baut und was du dafür alles benötigst, erfährst du in einem anderen Beitrag.

Die Packlisten für deinen Wanderrucksack findest du hier:

Packliste Tagestour mit Hund

Packliste Mehrtagestour inkl. Übernachtung in der Hütte

Packliste Mehrtagestour mit Biwak

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