Neueste Kommentare
Keine Kommentare
Blog-Suche

Wanderung mit Hund

Geschrieben am2 Monate vor 342
Love0

Wanderungen sind für Mensch und Hund ein tolles Erlebnis. Gemeinsame Erlebnisse und Abenteuer schweißen zusammen. Um eine Wanderung zusammen unbeschwert genießen zu können, sollten vorab eine Vorbereitungen getroffen werden.

Bevor du nun mit deinem Hund die Bergwelt eroberst, solltest du ein paar Dinge beachten. Hier unsere wirklich hilfreichen Tipps:

Wie alt muss mein Hund für lange Wanderungen sein?

Für junge Hunde können lange Wanderungen eine große Belastung der Knochen und Gelenke darstellen. Daher sollte die Wachstumsphase deines Hundes komplett abgeschlossen sein. Dein Hund sollte daher mindestens 1 Jahr alt sein, große Rassen 1,5 Jahre. Bei älteren Hunden entscheidet die körperliche Verfassung und Fitness, sowie eventuelle Erkrankungen. Ein Gesundheits-Check vor einer langen Tour schadet also nicht. 

Welche Rasse eignet sich am besten für Wanderungen?

Nicht alle Hunde laufen gerne weite Strecken. Kurznasige Rassen wie beispielsweise der Mops, sind nicht unbedingt für eine Alpenüberquerung geeignet. Der Dackel wird wohl auch eher einen kurzen Spaziergang im Park vorziehen, als mit dir einen Gipfel zu erklimmen. Langbeinige Rassen, Hüte-, Jagd-. und Gebrauchshunde haben dagegen bessere Voraussetzungen und können Teile ihres Gepäcks in einem Hunderucksack selber tragen. Ausnahmen bestätigen dabei wie immer die Regel. Es gibt Bergsteigerdackel und gehfaule Dobermänner. Ob du mit Dobermann, Labrador, Australian Sheperd, Malamut, Vizsla, Schäferhund, Dogge, Pudel, Staffy, Dackel oder Chihuahua unterwegs bist. Grundsätzlich spielt die Rasse eine untergeordnete Rolle. Du solltest bei der Auswahl der Wander-Route lediglich die Leistungsfähigkeit deines Hundes in den Vordergrund stellen. Wähle eine Strecke aus, die dein Hund problemlos bewältigen kann. Du selbst kannst dabei die Lauffreudigkeit und Vorlieben deines Hundes am besten beurteilen. Du musst keine Gipfelkreuze erreichen, um eine erfolgreiche Wanderung zu absolvieren. Der Weg ist das Ziel. Erreiche dein Ziel immer sicher und zufrieden. Das motiviert!

Das Dobitier Pablo ist eine richtige Bergziege

Wie bereite ich meinen Hund auf eine lange Wanderung vor?

Ausgedehnte Spaziergänge bilden eine gute Basis zum Aufbau einer Grundkondition. Die dabei erlangte Ausdauer macht leichte Wanderungen zu einem Kinderspiel. Habt ihr erst einmal Blut geleckt, wirst du bald den Schwierigkeitsgrad und die Entfernungen eurer Touren erhöhen. Du solltest bei deinen Wanderungen unbedingt Grundkommandos üben und festigen. Spielerisch kannst du die Trittsicherheit deines Hundes, und auch deine, an umgestürzten Bäumen und kleinen Felsen trainieren. Ausgedehntere Wanderungen offenbaren Defizite, an denen du mit deinem Hund arbeiten solltest. Wenn du Wanderungen im Gebirge planst, solltest du einige sicherheitsrelevante Kommandos und Szenarien vorab durchspielen. Geht dein Hund an engen Passagen hinter dir? Kannst du deinen Hund ablegen und später zu dir rufen? Geht dein Hund über Gitter-Rost-Brücken? Lässt sich dein Hund auf den Arm nehmen und ein Stück tragen? Wie verhält sich dein Hund gegenüber freilaufenden Kühen? Für weitere Übungen sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Das erhöht die Sicherheit, baut Vertrauen auf und bringt Abwechslung ins Training. Bei allem Eifer ist immer auf genügend Pausen zu achten. So vorbereitet steht der Wanderung im Gebirge nichts im Wege.

Was musst du bei der Planung deiner Wanderung beachten?

Wie in so vielen Bereichen des Lebens, gilt auch für eine erlebnisreiche und vor allem sichere Bergwanderung ein bekannter Leitgedanke. Je besser die Planung, desto besser das Ergebnis. Du erreichst das Ziel nur sicher, wenn du bis zum Ende der Wanderung in Besitz deiner Kräfte bleibst und die Kontrolle behältst. Wähle eine Strecke, die du anhand der Erfahrungen aus zuvor gemachten Wanderungen, locker meistern kannst. Das steigert das Selbstvertrauen und die Motivation. Nichts ist deprimierender, als das gesteckte Ziel gleich bei den ersten Wanderungen, aus Mangel an Kondition oder Erfahrung nicht zu erreichen. Bei Bergwanderungen solltest du nicht nur die Entfernung, sondern auch unbedingt die zu überwindenden Höhenmeter beachten. Enthält eine Strecke Passagen, die nur über einen Klettersteig begangen werden können? Vermeide diese. Steile und steinige Wege sind für die meisten Hunde unproblematisch. Die Durchquerung eines Kars kann allerdings zu Verletzungen an den Hundepfoten führen. Da sind Booties eine gute Hilfe. Allerdings nur dann, wenn dein Hund bereits an das Tragen von Hundeschuhen gewöhnt ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt, ist deine Ausrüstung. Dazu gehört natürlich geeignetes Schuhwerk, das vor einer Tour unbedingt bereits eingelaufen sein sollte. Dem Wetter entsprechende Kleidung ist ja eh klar. Wie viel Gepäck wirst du benötigen? Bei einer langen Tour kann dein eigener Rucksack gerne mal 15 Kilo wiegen. Für den Fall, dass dein Hund von der Größe her dazu geeignet ist einen Teil seiner Ausrüstung/Wasser/Futter in einem Hunderucksack selber zu tragen, musst du ihn früh genug an das zusätzliche Gewicht und an das Tragen eines Hunderucksacks gewöhnen. Ein Hund kann, die entsprechende körperliche Fitness vorausgesetzt, ca. 20 % seines Körpergewichts tragen. Im Sommer solltest du auf schattige Passagen und ausreichend Wasser achten. Bei sommerlicher Hitze laufen Hunde schnell Gefahr, einen Hitzeschlag zu erleiden. Daher solltest du lange Touren auf die frühen Morgenstunden verlegen. Frühling und Herbst eignen sich eher für Wandertouren mit Hund. Pausiere im Schatten, achte aber darauf, nicht unterhalb eines Steiges oder Weges zu sitzen, da die Gefahr von Steinschlag sehr groß ist. Liegen viele lose Steinbrocken herum in diesem Bereich herum, ist das ein sicheres Indiz dafür.

Was gehört zur wichtigsten Ausrüstung für Wandertouren mit Hund? 

Aus Sicherheitsgründen sollte dein Hund bei Wanderungen ein gut sitzendes Hundegeschirr und zusätzlich ein Halsband tragen. Wir empfehlen dir ein Geschirr mit einem Griff am Rückenbereich, welcher dir erlaubt, deinem Hund über Hindernisse hinwegzuhelfen oder ihn bei Bedarf besser festhalten zu können. Eine Ersatzleine mitzuführen schadet in keinem Fall. Um deinen Hund unabhängig von natürlichen Wasserquellen mit ausreichend Flüssigkeit versorgen zu können benötigst du einen faltbaren Napf und natürlich ausreichend Wasser, Futter und Snacks je nach Länge der Tour. Scharfe Steine können besonders beim Durchqueren eines Kars eine potenzielle Gefahrenquelle für die Hundepfoten darstellen. Daher sollten Hundebooties in deinem Ruckack nicht fehlen. Für länge Pausen oder sogar eine Übernachtung auf einer Hütte, raten wir zu einem leichten Reise-Hundebett. Impfpass, Maulkorb je nach Land in dem du dich bewegst. Handtuch zum Trocknen des Hundes und Reinigen der Pfoten. LED Blinklicht, Powerbank zur Ladung von Akkus. Und last but not least: Ein vor Wasser geschütztes Erste Hilfe Set für Mensch und Hund. Inhalt: Desinfektionsspray, Verbandsmaterial, Zeckenzange, Pinzette, Booties, Telefonnummer deines Tierarztes für Fragen im Notfall, Telefonnummer der nächstgelegenen Tierklinik (vorher im Internet suchen), Maulschlinge und täglich benötigte Medikamente, Telefonnummer Bergwacht, Schmerzmittel (ACHTUNG keine Blutverdünnenden Mittel) Menschen-Medizin kann für Hunde giftig sein, bitte vorher alles prüfen!

Welche Hundeleine ist empfehlenswert für eine Wanderung?

Die Gefahr eines Absturzes ist in den Bergen sehr groß, daher solltest du deinen Hund stehts an der Leine führen. In bestimmten Regionen, Naturschutzgebieten besteht ohnehin Leinenpflicht, halte dich daran. Flexileinen und Schleppleinen sind für Wanderungen nicht empfehlenswert. Schleppleinen können sich an Ästen verfangen oder sich um deine Füße wickeln. Das Handling ist äußerst unpraktisch. Manche Flexileinen können zwar am Rucksack befestigt werden, jedoch ist ein Hineingreifen in das Gurtband sehr unangenehm. Wenn dein Hund plötzlich los sprintet weil er in der Ferne eine Gams entdeckt hat, wirst du ihn kaum abbremsen können. Daher wähle eine Leine von ca. 2.5 bis 3 Metern, die mit einem flexiblen Kern oder einem Ruckdämpfer ausgestattet ist. Idealerweise kannst du sie dir um die Hüfte binden oder am Rucksack befestigen um die Hände beim Wandern frei zu haben. Viel Komfortabler und sicherer sind Hüftgurte mit Panikverschluss. Denn an gefährlichen Stellen kannst du blitzschnell die feste Verbindung zum Hüftgurt lösen, um Unfälle zu vermeiden. 

Welches Futter eignet sich für Hundewanderungen?

Wenn du deinen Hund barfst oder Nassfutter aus der Dose fütterst, solltest du ihn früh genug an sein "Reise-Futter" gewöhnen. Der Markt hat eine Vielzahl an Trockenfuttersorten zu bieten. Beim Futter gilt: Keine Experimente während der Tour. Durchfall kann in Verbindung mit der Anstrengung der Wanderung schnell zu Dehydrieren deines Hundes führen. Füttere deinen Hund mindestens 2 Stunden vor Beginn der Wanderung. Die Gefahr der Magendrehung ist sonst zu groß. Außerdem sollte der Magen vor größeren Anstrengungen nicht zu voll sein. Unterwegs solltest du keine große Mengen verfüttern um den Magen zu schonen. 

Sind Übernachtungen in Hütten möglich?

Das kommt ganz auf die Hütte an und sollte im Vorfeld geklärt werden. Im Schlaflager und oft auch in den Einzelzimmern ist das Mitbringen des Hundes nicht gestattet. Manche Hütten bieten eine Hundebox im Freien an. Wenn jedoch Hund und Halter unzertrennlich sind, solltest du früh genug Kontakt zum Hüttenwirt aufnehmen und nach einer gemeinsamen Schlafmöglichkeit fragen. 

Erste Hilfe und eine Bergung im Notfall

Du solltest in jedem Fall in der Lage sein, deinem Hund zumindest einen Pfotenverband anzulegen und kleinere offene Wunden zu versorgen. Mach dich auch mit den wichtigsten erste Hilfemaßnahmen vertraut. Im äußersten Notfall bist du für deinen Hund die letzte Rettung. Denke immer dran. Im Notfall ist jede Aktion besser, als nichts zu tun. Hab keine Angst, etwas falsch zu machen. Notiere dir für alle Fälle die Rufnummer deines Tierarztes und der nächsten Tierklinik. Sollte dein Hund in Bergnot geraten hilft dir auch die Bergwacht. Allerdings müssen entsprechende Kapazitäten vorhanden sind. Die Kosten der Rettung trägt der Hundehalter. Informiere dich daher im Vorfeld, ob vielleicht deine Versicherung oder Mitgliedschaft (DAV, ADAC, etc.) die Kosten übernimmt. Muss ein Hubschrauber hinzugezogen werden, wird je Flugminute berechnet.

Wie verhaltet ihr euch bei einer Begegnung mit Kühen?

Jedes Jahr kommen Menschen durch Unfälle mit Kühen ums Leben. Oft wird davon berichtet, dass Kühe Hunde angegriffen haben. Da man bei Wanderungen in den Bergen häufig Wiesen durchqueren muss, auf denen Kühe frei herumlaufen, sollte man sich den Kühen gegenüber ruhig und rücksichtsvoll verhalten. Wir gehen ja quasi durch ihr Wohnzimmer! Der Hund gehört an die Leine. Dabei solltet ihr nicht rennen sondern zügig und ruhig an den Kühen vorbei gehen. Solltet ihr dennoch von einer Kuh angegriffen werden, solltest du deinen Hund ableinen und das Weite suchen. Unterschätze Kühe nicht, sie können sehr sehr schnell laufen. 

Go´s & No´s am Berg

Hier noch mal die wichtigsten Punkte aufgeführt:

  • Nimm deinen Hund an die Leine (Absturz-Gefahr, Rücksichtnahme)
  • Vermeide Kuh-Kontakt
  • Packe genügend Trinkwasser für euch beide ein
  • Passiere Passagen mit Steingeröll möglichst zügig (Steinschlag)
  • Achte auf die Außentemperatur
  • Lege genügend Pausen ein
  • Erste Hilfe Set für Mensch und Hund
  • Ersatzleine und Ersatz-Halsband 
  • Booties 
  • Futter
  • wichtige Rufnummern notieren (Tierklinik, Hütte, Bergwacht)
  • Impfausweis, Maulkorb (je nach Land)

Nun sollte einem tollen Erlebnis nichts mehr im Wege stehen

Wenn du genügend Zeit für eine Vorbereitung eingeplant hast, und ihr beide körperlich fit und gesund seid, sollte auch einer mehrtägigen Hundewanderung nichts im Wege stehen. Die gemeinsamen Tage in den Bergen werden ein unvergessliches Erlebnis und schweißen euch beide noch mehr zusammen.


Verwandte Produkte
Hinterlassen Sie einen Kommentar
Hinterlassen Sie eine Antwort
Folgen Sie uns auf Instagram
Kann keine Verbindung zu Instagram herstellen, oder Sie sind nicht berechtigt, Medien von Instagram abzurufen.
Kein Medium

Einstellungen

Teilen

Menü

Erstelle einen kostenlosen Account um "geliebte" Produkte zu speichern.

Registrieren

Erstelle einen kostenloses Konto, um Wunschlisten zu verwenden.

Registrieren