Was hilft beim Hund gegen Zecken?

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Da erfreut man sich an den ersten Sonnenstrahlen, das Erwachen der Natur, ans grüne Gras und unweigerlich hat man das Bild dieser kleinen Biester im Kopf: Zecken!

Was hilft beim Hund gegen Zecken?

Da erfreut man sich an den ersten Sonnenstrahlen, das Erwachen der Natur, der Hund läuft glücklich durch das grüne Gras und unweigerlich hat man das Bild dieser kleinen Biester im Kopf: Zecken ! Bei vielen von uns reicht der Anblick der kleinen Tiere schon völlig aus, um Ekel und Juckreiz auszulösen.
Jeder Hund kann von Zecken befallen werden , jedoch gibt es Hunde die mehr oder weniger anfällig dafür sind. Bei kurzhaarigen Rassen ist es noch relativ einfach, den Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abzusuchen. Doch was machen Besitzer eines Bobtails oder Neufundländers? Bei dem dichten und langen Fell ist es quasi unmöglich 100%ig erfolgreich auf Zeckensuche zu gehen.

Zecken können Krankheiten übertragen

Zecken können durch ihren Stich Krankheitserreger übertragen. Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose und weitere Krankheiten bei denen man beim Aussprechen einen Knoten in die Zunge bekommt. Dabei geht die Gefahr von den Erregern aus, die bei der Zecke in den Speicheldrüsen oder im Darm sitzen. Aber man muss nicht gleich in Panik verfallen, wenn der Hund eine Zecke hat. Denn nicht durch jeden Zeckenbiss werden Erreger in den Körper deines Hundes übertragen. Und nicht in jeder Region ist die Gefahr gleich hoch, dass es zu einer Infektion und einer anschließenden Erkrankung durch einer Zecke kommt.
Gut zu wissen: Wurde dein Vierbeiner von einer Zecke gebissen, die den Erreger in sich trägt, breiten sich die Borreliose-Bakterien langsam im Körper des Hundes aus. Zecken müssen mehrere Stunden Blut saugen, bis es zu einer Übertragung der Bakterien kommt.

Wie kommt die Zecke auf den Hund?

Zecken sitzen in Gräsern und Sträuchern. Mit dem Hallerschen Organ, sozusagen die Nase der Zecke, reagiert sie auf Gerüche und Bewegungsreize und wartet auf ihr Beutetier. Streift ein Hund in der Nähe vorbei und duftet gut für die Zecke, ist es sehr leicht für den Blutsauger, sich im Fell des Hundes festzuhalten wenn er durch die Gräser umherstreift. Im Fell sucht sich die Zecke dann eine, in ihren Augen, gemütliche Stelle auf der Haut und sticht zu. Dort verweilt die Zecke so lange bis sie satt ist und fällt dann ab.

Wie kann es sein, dass manche Hunde richtige "Zeckenmagnete" sind?

Zecken reagieren auf den Geruch des Hundes und finden ihn entweder lecker, also anziehend, oder eher abstoßend. Aber woran liegt das? Der körpereigene Geruch spielt dabei eine große Rolle. Gerüche im Fell und auf der Haut werden durch Bakterien verursacht. Dabei sorgen die schlechten Bakterien für einen eher unangenehmen Geruch, den aber die Zecke durchaus sehr anziehend findet. Wie kommt es zu einer Ansiedlung der "schlechten" Bakterien? Die Ernährung und der Darm haben großen Einfluss auf die Gesundheit, das Immunsystem und die Ausdünstungen des Hundes. Minderwertige Futtermittel mit Aromen, Zusatzstoffen und hohen Getreideanteilen spiegeln sich nicht nur im Darmmilieu wieder, sondern tragen enorm dazu bei, wie der Hund duftet.
Möchtest du den Darm deines Hundes wieder ins Gleichgewicht bringen und deinem Hund eine ausgewogene und gesunde Ernährung zukommen lassen? Dann melde dich bei mir!

Chemische Mittel: Was passiert wenn eine Zecke beißt?

Wenn du deinen Hund nun mit einem Spot-on oder einer Tablette gegen Zecken behandelst, verteilt sich das Nervengift über das Blut des Hundes im ganzen Körper. Die Zecke saugt nur wenige Milliliter Blut des Hundes, inklusive dem Gift. Erst wenn sie bereits gestochen und gesaugt hat, nimmt sie das Nervengift über das Blut des Hundes auf und stirbt. Entweder fällt sie ab oder trocknet aus und bleibt in der Haut stecken. Soweit so gut. Das schlechte daran ist allerdings, dass die Zecke in ihrem Todeskampf , den sie durch die Vergiftung erleidet, ihren Mageninhalt im Hund entleert. In diesem Moment können auch Krankheitserreger übertragen werden. Sogar mehr, als würde die Zecke einfach nur beißen und abfallen. Nun die Frage: Schützt die chemische Behandlung dann tatsächlich vor der Übertragung von Krankheiten? 

Vorbeugen ist besser als heilen!

Jedem Hundehalter ist es natürlich selber überlassen, ob er seinen Liebling mit natürlichen Mitteln gegen die Blutsauger schützen möchte, oder ob er lieber ein chemisches Zeckenschutzmittel vom Tierarzt oder aus der Apotheke wählt. Jeder hat da auch so sein Mittelchen worauf er schwört und seine ganz eigenen Erfahrungen. Beim chemischen Zeckenschutz sollte sich jeder Hundehalter vorab über die möglichen Nebenwirkungen erkundigen. Denn das Gift, darum handelt es sich ja letztlich, kann den Hund, uns selber und unserer Umwelt schaden. Beachte bitte auf jeden Fall immer die Anwendungs-Vorgaben des Herstellers. Und bedenke: Auch bei Zeckenschutzmittel chemischer Natur (Pestizide) beißt die Zecke erst einmal zu, denn dann wirkt das Gift erst auf die Zecke.

Natürliche Mittel

Lieber wäre mir, die blutsaugenden Parasiten erst gar nicht auf den Hund kommen zu lassen. Das versprechen natürliche Mittel.
Natürliche Zeckenschutzmittel werden über einen bestimmten Zeitraum täglich und später 1 bis 2 mal die Woche aufgetragen. Oft sind Bestandteile von Kokos, Bierhefe, Schwarzkümmel, Zistrose und ätherische Öle enthalten, die gegen Zecken schützen sollen. Der Geruch wirkt abstoßend auf die Zecke und schützt so den Hund vor einem Befall. Somit wird die Zecke daran gehindert, sich überhaupt an dem Hund festzukrallen und nach einem geeigneten Platz für eine Mahlzeit zu suchen. Zusätzlich zum Hund können wir uns mit dem ein oder anderen Produkt auch selbst schützen. Es kommt nämlich vor, dass Zecken vom Hund auf den Menschen übergehen. Das kann beim Streicheln und Kuscheln mit dem Hund passieren.
Wer es bequemer mag, kann auf Präparate zurückgreifen, die dem Hund einfach mit ins Futter gegeben werden. Bestandteile wie z.B. Kokos, Zistrose und Bierhefe haben zudem noch den Nebeneffekt, dass sie für gesundes und glänzendes Fell sorgen und je nach Produkt, die Abwehrkräfte des Hundes stärken

#Kokosöl

Der hohe Anteil Laurinsäure wirkt abschreckend auf Zecken und Flöhe. Labortests der FU Berlin haben festgestellt, dass 81 bis 100 Prozent der Zecken sich nach dem Auftragen der Lösung von den behandelten Oberflächen fallen ließen. Somit schneidet Kokosöl besser ab als synthetische Mittel. Kokosöl kann gleichzeitig zur äußerlichen und innerlichen Anwendung verwendet werden. Positiver Nebeneffekt: Kokosöl hat einen sehr hohen Anteil gesättigter Fettsäuren und ihm wird eine wurmtreibende Wirkung nachgesagt. Es sollte auf eine gute Bioqualität des Öles geachtet werden. Nachteil: Man muss den Hund täglich mit Kokosöl einreiben. Die Wirkung hält ca. für 6 Stunden an. Bei langhaarigen Hunden ist das eine ziemlich fettige Angelegenheit. 

#Schwarzkümmelöl

Neben den ätherischen Ölen beinhaltet Schwarzkümmelöl Linolensäure, die abstoßend auf die Zecken wirkt. Das Öl wird aus den Samen des Schwarzkümmels gewonnen und soll gegen sämtliche Zeckenarten und andere Plagegeister helfen. Auch hier ist eine innerliche und äußerliche Anwendung möglich. Aber Schwarzkümmel hält nicht nur Insekten fern, sondern fördert die Verdauung und das Immunsystem. Wird das Öl mit ins Futter gegeben, sollte eine Menge von ca. 8-10 Tropfen pro Tag nicht überschritten werden. 

#Bierhefe

Bierhefe bietet einen hohen Anteil an Vitamin-B. Vom Hund eingenommen, wirkt der Körpergeruch des Hundes eher abstoßend auf die Zecke. Bierhefe gibt es in Pulver- oder Tablettenform und wird dem Hund ins Futter gegeben. Beginne langsam, dosiere die Bierhefe nicht zu hoch. Zu hohe Mengen Bierhefe können beim Hund Blähungen und Durchfall auslösen. 

#Ätherische Öle

Die Wirkungsweise der ätherischen Öle ist ähnlich wie bei den drei vorherigen Kandidaten: Ziel ist eine Abwehr der Zecke durch Geruch. Fertige Mischungen geeigneter ätherischer Öle sind im Handel erhältlich. Die Anwendung ist total einfach: Man träufelt ein paar Tropfen einer Mischung in die Hände und massiert das Öl in die Ohrzapfen des Hundes. Zu Beginn der Zeckensaison sollte man die Anwendung täglich wiederholen, später reicht 1-2 mal in der Woche (je nach Produkt). 

#Zistrose

Die ätherischen Öle der Zistrose bilden einen Duftfilm auf der Hundehaut und machen den Hund so für die Zecke unappetitlich. Aber nicht nur das, Zistrose soll gleichzeitig auch vor Mücken und Flöhen schützen. Zudem wird der Pflanze eine positive Wirkung auf das Immunsystem nachgesagt. Zistrose ist als Pulver oder Tabletten erhältlich und wird dem Hund ins Futter gegeben.

#EM Keramikhalsbänder

EM steht für "Effektive Mikroorganismen". Als Mikroorganismen bezeichnet man Kleinstlebewesen, in dem Fall hauptsächlich Photosynthesebakterien und einige Milchsäurebakterien. Sie wurden von einem Professor in Japan entdeckt. Diese Lebewesen werden nun in Keramik gebrannt. Die Keramik-Pipes sollen nicht nur zur Wasseraufbereitung dienen,  sondern auch gegen Zecken zum Einsatz kommen. Diese Keramikpipes werden in farbige Bänder eingeflochten und dem Hund um den Hals gelegt. Das Halsband sollte nur zum Reinigen abgenommen und über die ganze Zeckensaison getragen werden. Die in Keramik eingebrannten Mikroorganismen sollen eine positive Wirkung auf das Immunsystem und die Vitalität des Hundes haben. Für die Zecken aber sollen sie ein Milieu erzeugen, was auf sie äußerst abstoßend wirkt.

#DMSO

Dimethylsulfoxid ist ein organisches Lösungsmittel und wird u.a. aus Baumholz gewonnen. DMSO hat einen sehr spezifischen Geruch, der Zecken abschreckt. Art und Weise der Anwendung bitte unbedingt vorab selber informieren.

Zeckenbiss

Wenn sich die Zecke nun doch festgebissen hat, solltest du sie möglichst schnell entfernen. Gehe bitte wie folgt vor:
Spreize das Fell deines Hundes, damit die Einstichstelle gut sichtbar wird. Nimm nun eine Zeckenzange (feine Pinzette, Zeckenkarte) und greife damit die Zecke so nach wie möglich an der Einstichstelle. Auf diese Weise zerquetschst du sie nicht. Ziehe nun die Zecke langsam, nicht ruckartig, heraus. Überprüfe, ob das Mundwerkzeug bei dem Vorgang stecken geblieben ist. Nachdem die Zecke entfernt wurde, ist die Haut an der Stelle etwas gerötet und juckt manchmal etwas. Sollte eine Infektion entstehen, suche den Tierarzt auf. 

Fazit: 100%igen Schutz gibt es nicht

Egal, ob du nun zu chemischen oder natürlichen Mitteln greifst, einen 100%igen Schutz gegen Zecken gibt es leider nicht. Daher solltet du deinen Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken kontrollieren und die Tiere sofort entfernen. Meist laufen sie noch auf dem Fell herum und suchen noch nach einer perfekten Stelle für ihre Mahlzeit. 
Ich kann persönlich sagen, dass ich sehr gute Erfahrungen mit Kokosöl (innerlich und äußerlich) und einer Mischung aus ätherischen Ölen gemacht habe und mein Hund Pablo nicht nur schön glänzt sondern den Sommer über duftet wie eine Kokosmakrone :-) Mir sprühe ich einen natürlichen Spray auf Hose und Schuhe und bleibe ebenfalls zeckenfrei. Zeckenabwehr-Öl und Spray erhältst du bei mir :-)

2 Kommentare
  • Sa****

    Sa**** 12.03.2024

    Ketten aus Bernstein habt ihr vergessen. darauf schwöre ich seit Jahren und sieht dazu noch sehr schön aus
  • Ju***

    Ju*** 12.03.2024

    Ich nehme auch immer Kokosöl und komme damit gut durch die Zeckensaison
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