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Canicross

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Canicross: Was ist das?

Zughundesport Canicross: Als Canicross bezeichnet man einen Geländelauf mit Hund. Der Vierbeiner trägt dabei ein Zuggeschirr und wird vor den Menschen gespannt, um ihm beim Geländelauf zu ziehen. Canicross ist eine typische Ein-Hund-Kategorie im Zughundesport.

Was macht die Sportart Canicross so besonders?

Beim schnellen Joggen ist vor allem die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund wichtig. Die Geschwindigkeit, der Teamgeist! Mit dem Vierbeiner in Höchstgeschwindigkeit durch das Gelände zu rennen ist Spaß pur und macht richtig süchtig! Canicross ist eine hervorragende Möglichkeit beim gemeinsamen Laufen den Lauf- und Hetztrieb des Hundes zivilisiert ausleben zu können. Die Teambildung und der Zusammenhalt werden gefördert, der Vierbeiner wird ausgeglichener und zufriedener. Positiver Nebeneffekt dieser Sportart: der Gehorsam verbessert sich in den meisten Fällen ebenfalls. Wer gerne läuft und sich gerne in der Natur bewegt, der wird es noch mehr lieben im Vollspeed mit seinem Hund unterwegs zu sein und sich von deinem Vierbeiner ziehen zu lassen.

Welche Ausrüstung benötigst du für die Sportart Canicross?

Achte auf sicheres und passendes Zubehör für dich und deinen vierbeinigen Laufpartner.  

Für den Hund: EFür den Hund: Ein passendes Zuggeschirr. Worauf solltest du achten: Die Hauptzugkraft wird vom Geschirr auf den vorderen und unteren Brust-Bereich und den seitlichen Halsbereich verteilt. Das Zuggeschirr liegt auf der Brust und rutscht nicht hoch und drückt dabei auf die Luftröhre. Die Schulterpartie ist immer frei beweglich. Achtung: bitte keine Norweger-Geschirre verwenden. Achte darauf, dass das Geschirr weit genug von den Achseln sitzt. Das Geschirr verläuft über den letzten Rippenbogen und das Geschirr endet an der Schwanzwurzel. Das „normale“ Hundegeschirr, welches für tägliche Gassirunden verwendet wird, ist für den Zughundesport nicht geeignet! Zugleine : Die Jöringleine sollte mindestens 2 Meter lang sein und über einen Ruckdämpfer verfügen. Die Zugleine besteht aus abriebfestem, wetterbeständigem Material. Nach den Regeln der ISFF benötigt man bei Wettkämpfen Zugleinen mit zugelassenem Karabiner und Ruckdämpfer. Unser Tipp für Training und Wettkampf: die Bungee Leash Zugleine von Non-stop Dogwear. Halsband: Stabiles und sicheres Halsband zum Führen des Vierbeiners in den Pausen, am Start und zwischen den Übungen. Bei Wettkämpfen dürfen keine Halsbänder mit Klickverschlüssen oder Karabinern verwendet werden. Aber auch im Training und den Laufrunden bei dir im Wald solltest du immer ein Hundehalsband mit dem Zuggeschirr kombinieren. Booties: Wenn der Läufer nicht auf Asphaltstrecken verzichten kann oder der Hund sehr empfindliche Pfoten hat, sollte prophylaktisch beim Laufen besser „booten“ (Booties verwenden).

Für den LäuferCanicross Laufgurt: Der Running Belt (beispielsweise den CaniX Belt von Non-stop Dogwear) verteilt den Zug optimal auf den unteren Rücken und das Gesäß des Läufers. Die Beinschlaufen sorgen dafür, dass der Gürtel in der richtigen Position bleibt und nicht verrutscht. Panik Snap: Der Panik Snap ist das Bindeglied zwischen Gürtel und Zugleine und ermöglicht im Notfall ein schnelles Lösen der Leine vom Laufgurt. Bequeme Kleidung, gute Laufschuhe gehören für den Läufer ebenfalls zu seiner Ausrüstung. Falsche oder nicht passende Ausrüstung mindert die Freude am Sport, führt zu Misserfolgen, und schlimmstenfalls zu Verspannungen und Schäden am Vierbeiner oder Läufer.

Canicross Training, wie lernt mein Hund richtig zu ziehen?

Mit verschiedenen Trainingsansätzen können wir den Hund an die Zugarbeit, das Ziehen im Zuggeschirr, heranführen. Dabei ist es wichtig, auf die Vorlieben deines Lieblings einzugehen und ihn individuell zu betrachten. Der Prozess kann einige Wochen dauern. Das liegt an der Trainingshäufigkeit und an der Motivation deines Vierbeiners. Sicher gibt es Vierbeiner, die ihre neue Aufgabe förmlich über Nacht erlernen, andere Hunde brauchen eben länger. Hunde die von sich aus gerne laufen, lassen sich meist besser motivieren. Ängstliche Vierbeiner können den Zug auf das Geschirr erst einmal irritierend finden. Hab Geduld und sei mit viel Freude dabei! Wir arbeiten schließlich mit einem Familienmitglied und möchten aus ihm kein Sportgerät machen. Da heißt es dann schon mal, den eigenen Ehrgeiz hintenanzustellen. Das Wohl der Vierbeiner steht an erster Stelle.

Das Anziehen des Geschirres sollte immer positiv belegt werden. Gerade für die vierbeinigen Laufpartner, die nicht gerne ein Geschirr tragen ist das ein wichtiger Aspekt. Denn wenn der Hund das Zuggeschirr komplett ablehnt, platz der Traum vom Zughundesport. Der Mensch sollte also so ruhig und geduldig wie möglich sein und dem Hund die Zeit geben, sich an das neue Geschirr zu gewöhnen. Nimm dir also etwas Zeit und lege das Geschirr schon mal zurecht. Dann streife es deinem Hund langsam über den Kopf. Nun hebe eine Pfote an und lass deinen Hund in das Zuggeschirr steigen. Dann die zweite Pfote. Wenn es am Hals und an der Brust gut sitzt, ziehe das Zuggeschirr über den Rücken nach hinten. Wenn ihr das öfter wiederholt und bereits Routine beim Zughundesport bekommt, steigt dein Hund fast von alleine in sein Zuggeschirr. Dein Hund wird es dann kaum erwarten, endlich los laufen und seinen Mensch ziehen zu können.

Unsere Tipps: Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Aufbau des Zugtrainings:

  • Das Locken über Futter
  • Das Locken mit Spieli
  • Das Locken durch einen „Hasen“ (hier wird eine zweite Person für das Training benötigt)

Canicross: Voraussetzungen für den Geländelauf 

Hund und Mensch sollten Spaß an diesem rasanten Geländelauf haben sowie an der Bewegung in der Natur! Grundsätzlich sollte dein Vierbeiner körperlich fit und gesund sein, um den Sport bedenkenlos ausführen zu können. Dazu gehört eine normale Kondition. Er sollte frei von Gelenks-, Herz-, Kreislauferkrankungen sein. Ein Check beim Tierarzt ist empfehlenswert. Bevor man mit intensiver Zugarbeit beginnt, sollten die Wachstumsfugen der Röhrenknochen geschlossen sein. In der Regel ist dies ab dem 12 Monat der Fall. Bei großen Rassen kann es durchaus erst ab dem 18 Monat soweit sein. Am besten hält man hier ebenfalls Rücksprache mit dem Tierarzt. Ein Laufwille des Vierbeiners sollte im gewissen Maße vorhanden sein, dabei sind die Rasse aber auch die individuellen Vorlieben deines vierbeinigen Laufpartners zu berücksichtigen. Den meisten Hunden bereitet Laufen tatsächlich Freude. Sie machen es sehr gerne und lieben es, den Mensch zu ziehen. Es gibt aber Hunde, die einfach kaum Vorwärtsdrang haben. Beispielsweise Mops oder Bulldoggen, also eher stämmige und kurznasige Rassen liegt oft nicht viel daran, Strecke zu machen. Aber ein gemütliches vor sich hin laufen kann auch diesen Rassen viel Spaß bereiten. Selbst kleine Rassen können am Canicross unglaublich viel Freude haben. Hierbei ist vor allem die Kondition des Menschen gefragt, denn auch kurzbeinige oder kleine Hunde bringen durchaus ein hohes Laufvermögen mit sich. Wichtig ist für uns: Die Freude an der Sportart steht für alle beteiligten Teampartner an erster Stelle. Zughundesport ist ein Teamsport!

Canicross Wettkämpfe in Deutschland

Regelmäßig finden verschiedene Wettkämpfe, Rennen oder Fun-Veranstaltungen für Canicross Fans in Deutschland statt. Der Geländelauf ist je nach Klasse 2-3 Kilometer oder 4-7 Kilometer lang. Aber nicht jedes Mensch Hund Team ist dem Stress eines Rennens gewachsen. Viele Mensch-Hund Teams praktizieren Canicross für sich und genießen den gemeinsamen Geländelauf oder treffen sich privat in kleinen Gruppen. Egal wie du mit deinem Vierbeiner Canicross praktizierst, Training, regelmäßige Läufe, die richtige Ausrüstung lassen euch immer besser und schneller werden. Ihr werdet immer mehr zu einem Team verschmelzen.

Ausrüstung für Wettkämpfe

Auf Wettkämpfen wird dein Equipment kontrolliert. Vierbeiner, die in einem normalen Alltagsgeschirr starten wollen und kein Zuggeschirr besitzen, dürfen an der Veranstaltung nicht teilnehmen. Auch der Läufer muss die richtige Ausrüstung besitzen: Einen Bauchgurt (Lauf Gürtel) und die entsprechende Zugleine. Bei den Zugleinen ist darauf zu achten, dass sie einen zugelassenem Karabiner besitzt, beispielsweise wie die Bungee Leash von nonstop dogwear. Wenn du nicht sicher bist, ob deine Leine für den Wettkampf zugelassen ist, erkundige dich vorher beim Veranstalter. Je nach Veranstaltung neben dem Geländelauf auch Dogscooter und oder Bikejöring ein Teil der Disziplin.

Canicross Kurse

Gehst du gerne joggen? Dann wirst du den Geländelauf lieben! Hast du es schon mal ausprobiert und die Kraft und den Zug deines vierbeinigen Powerpaketes gespürt? Mit der richtigen Ausrüstung macht es gleich doppelt so viel Spaß. Zuggeschirr, Zugleine und Laufgürtel müssen gut sitzen und bequem sein sonst ist die Begeisterung bei Mensch und Hund für den Geländelauf Canicross schnell verflogen. 

Zughundesportarten sind voll im Trend. Aber nicht jedes Mensch-Hund-Team ist dafür geeignet. Daher unsere Empfehlung: Bevor du dir die komplette Ausrüstung zulegst (bestehend aus Zug-Geschirr, Bauchgurt und Zugleine) nimm an einem unserer Canicross Kurse teil und baue das Training von Anfang an richtig auf. Hier kannst du mit anderen Anfängern in den Hundesport reinschnuppern und das Zubehör zusammen mit deinem Hund testen. Die Kurse finden in kleinen Gruppen von höchstens 5-6 Teams statt. Wir stehen dir auch danach mit Tipps zur Seite. Vielleicht stellst du aber dabei fest, dass der Geländelauf Canicross jetzt nicht so ganz dein Ding ist. Dogscooter und Bikejöring aber schon. Dann war dein Canicross Kurs bei uns nicht "umsonst", denn unser Kurs erleichtert dir auch den Einstieg für Dogscooter und Bikejöring. 

Unsere Tipps für Einsteiger im Canicross

Grundvoraussetzungen:

  • Dein Hund sollte mindestens 12 Monate alt sein. Große Rassen 18 Monate
  • Dein Hund ist gesund und nicht übergewichtig (Check beim Tierarzt)
  • Dein Hund sollte gerne laufen und Freude an der Bewegung haben
  • Das Größen- Gewichtsverhältnis zwischen Mensch und Hund muss passen

Baue das Canicross Training gezielt auf. Entweder über das Locken durch Futter, dem Lieblingsspielzeug oder einem "Hasen". Einsteigern empfehlen wir einen Canicross Kurs zu besuchen, um gleich zu Anfang schwerwiegende Fehler zu vermeiden. Dabei könnt ihr auch die Ausrüstung testen und genauer unter die Lupe nehmen. Überwache dein Canicross Training mit einer Puls- oder GPS Uhr und führe ein Trainingstagebuch. Nur so kannst du feststellen, ob ihr euch verbessert und wie lange die Strecke war. Wichtig ist dabei, die Außentemperatur zu beachten. Im aktiven Training sollten +15 Grad nicht überschritten werden. Die Hunde laufen sonst Gefahr zu überhitzen. 

Wärmt euch beide vor Beginn des Canicross Trainings auf, um Verletzungen zu vermeiden. Gebe deinem Hund dabei die Möglichkeit sein Geschäft in Ruhe zu erledigen. Mit leerer Blase läuft es sich eben einfacher und du vermeidest das ständige Anhalten, gerade bei Rüden. Das Training solltest du mit einem Cool-Down für euch beide beenden um den Kreislauf wieder langsam runter zu fahren. Canicross Trainingseinheiten sollten 2-4 Mal pro Woche stattfinden. So gewinnt ihr an Kraft, Kondition und Schnelligkeit. Beachte aber, dass auch die Muskulatur des Hundes Ruhepausen braucht, um zu regenerieren.

Um deine Kondition zu verbessern, kannst du auch Joggen in deinen Trainingsplan einbauen. Mit Joggen, auch mit Intervalltraining, lässt sich deine Kondition und Kraft schnell verbessern. Deinem Hund wird es sicher Spaß bereiten, beim Joggen mit dabei sein zu dürfen und neben her zu laufen.

Wichtig:

  • Kontrolliere immer vor und nach dem Training die Pfoten deines Vierbeiners. Prophylaktisch kannst du Booties einsetzen.
  • Nimm immer genug Trinkwasser für euch beide mit.
  • Kontrolliere vorab immer deine Ausrüstung: Gibt es Druck- oder Scheuerstellen am Zuggeschirr, checke deine Zugleinen, überprüfe Sitz und Material deines Laufgürtels.
  • Dein Hund sollte mindestens 2 Stunden vor dem Training gefüttert worden sein (Magendrehung)
  • Achte auf die Außentemperatur
  • Achte auf den Gesundheitszustand deines Lieblings

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