Tourentipp Leonhardstein

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Der Leonhardstein ist mit seinen 1449 m nicht besonders hoch. Dennoch eröffnet sich uns vom Gipfel ein 360 Grad Ausblick. Der Anstieg erfolgt über einen schroffen, rutschigen Pfad und erfordert Trittsicherheit und die Lust auf Kletterei.

Tourentipp Leonhardstein

Am Wanderparkplatz in Kreuth (Klamm, Winterstube) angelangt, öffne ich den Kofferraum. Pablo streckt seine Nase in die Luft und plustert seine Lefzen auf. Der für diese Jahreszeit ungewöhnlich warme Wind, scheint ihm zu gefallen. Er springt heraus und lässt mich erst einmal lautstark wissen, dass die Fahrt für seinen Geschmack viel zu lange gedauert hat. Dann markiert er noch ein Busch vor meinem Auto, um mich voller Ungeduld anzusehen. Der Blick ist unumstritten mit: "Willst du Wurzeln schlagen, oder können wir nun los?" zu deuten. Wir sind zwar nicht überaus früh dran, es ist kurz nach 7 Uhr, aber dennoch ist mein Auto, das Erste auf dem Wanderparkplatz. Die Chancen stehen also recht gut, den Gipfel ganz für uns alleine zu haben. Ich ziehe noch geschwind meinen Hüftgurt und Rucksack an, füttere im Vorbeigehen den Parkautomaten mit 4 € und freue mich auf dien Wanderung mit meinem treuen Begleiter, Pablo.

Das heutige Ziel ist der Leonhardstein. Der markante Felszacken ragt imposant hervor und ist bereits von Weitem gut erkennbar. Pablo trägt sein Zuggeschirr und ist an meinem Gürtel befestigt. Im Wald lasse ich ihn nicht freilaufen. Er ist einfach zu neugierig, als dass er jedes Geräusch aus den Gebüschen ignorieren könnte.

Tourenbeschreibung

Wir laufen den Fahrweg in Richtung Schwarzentenn-Alm hinauf. Der Weg ist einfach zu jeder Jahreszeit traumhaft schön. Links neben uns plätschert der Schwarzenbach. Der warme Wind rauscht durch die Blätter und unter den Schuhen und Pfoten knistert bereits das herabgefallene Laub. Nebel hat sich breit gemacht. Hoffentlich verzieht er sich etwas, damit wir vom Gipfel aus die Aussicht genießen können. Der Weg beginnt zwar so, als stellt er keine großen Anforderungen an die Trittsicherheit, das ist so allerdings nicht richtig. Der letzte Kilometer hat es in sich. Unwegsames Gelände mit leichten Kletterpassagen fordern Konzentration und Einsatz. Vorerst folgen wir der angenehmen Steigung. Alternativ zum Fahrweg, kann der Aufstieg auch über einen parallel verlaufendem Weg entlang der Klamm begangen werden. Dieser Weg ist wesentlich schöner und spannender, aber dann hätten wir einen kleinen Umweg gehen müssen. Auf diesen Weg gelangt ihr übrigens, wenn ihr euch ganz am Anfang des Fahrweges links orientiert, über die vom Weg aus sichtbare Brücke geht und dem Weg folgt. Da meine Zeit etwas knapp ist, habe ich mich für den schnellsten Weg entschieden.  

Weg vom Parkplatz aus Richtung Schwarzentennalm / parallel links läuft der Weg an der Klamm entlang

Etwa 3 Kilometer schlängelt sich der Fahrweg den Berg hinauf. Vom Hang plätschern hier und da kleine Bachläufe herunter. Auf dem Weg zu unserem Ziel erreichen wir eine Kreuzung, und folgen dem Wegweiser Richtung Leonhardstein. Ab hier wird es steiler, aber der Weg ist immer noch einfach zu gehen. Nach einem weiteren Kilometer geht es rechts in den Wald hinein. Wir durchqueren einen kleinen Bach und steigen nun steil hinauf. Dabei achten wir immer auf die roten Markierungen an den Bäumen und Steinen. Jetzt beginnt der anspruchsvolle Teil der Wanderung. Gespickt mit Kletterpassagen im schroffen, steinigen Gelände. Hier können Hund und Halter von bereits gemachten Erfahrungen in unwegsamen Gelände profitieren, ihre Teamarbeit nutzen und weiter ausbauen. Das sind die tollen Momente, in denen wir erfahren, wie groß das Vertrauen unserer Hunde in uns ist! Die Steine sind durch den leichten Regen recht rutschig. Für die ein oder andere Passage benötige ich beide Hände, um mich am Felsen hinaufzuziehen, festzuhalten oder mich abzudrücken. Ein Weg ganz nach meinem Geschmack. Pablo meistert die Kletterei hervorragend. So arbeiten wir uns Fels für Fels dem Gipfel entgegen. 

Erster, noch leichter, Anstieg zum Gipfel der ahnen lässt, dass es endlich spannend wird

Der Gipfel

Den Gipfel in Sichtweite, müssen wir noch eine ausgesetzte Stelle, also ein Streckenabschnitt, der besondere Aufmerksamkeit erfordert, passieren. Auch die meistern wir, als gutes Team, problemlos. Solche Passagen sollten definitiv an ungefährlichen Plätzen geübt werden. Wir gehen bei unseren Workshops auf genau solche Situation ein. Der schmalen Felszacken mit dem Gipfelkreuz auf einer Höhe von 1450 Metern liegt genau vor uns. Gut, dass wir alleine sind, denn das schmale Gipfelplateau bietet nicht viel Platz. Wie zur Belohnung hat sich der Nebel etwas verzogen, und lässt einen Ausblick auf die umliegenden schneebedeckten Berge bis zur Zugspitze zu. Hier oben ist der Wind dann doch der Jahreszeit entsprechend kalt und pfeift uns ordentlich um die Ohren. Der wieder einsetzende Regen treibt uns an, den Heimweg zügig anzugehen. Wir nehmen den gleichen Weg wieder abwärts. Beim Abstieg ist ebenso viel Vorsicht geboten, wie bergauf, wenn nicht sogar noch mehr! Ich setze ganz bewusst einen Fuß nach dem anderen, lasse mir genügend Zeit, den für Hund und Mensch besten Weg zu finden und konzentriere mich voll auf den Weg und meinen Hund. Hier oben kann sich eine Unachtsamkeit schnell in eine schwerwiegende Angelegenheit verwandeln. Die Bergretter, die wirklich hervorragende Arbeit leisten, können ein Lied davon singen! Da sich bei unseren vielen Wanderungen herausgestellt hat, dass Pablo ein sehr geschickter Kletterer ist, der für sich den besten Weg wählen kann, schicke ich ihn meistens vor und lege ihn dann ins Platz oder lasse ihn absitzen, bis ich ihn erreicht habe. Wenn ich ihm helfen muss, greife ich ins Geschirr und kann ihn so unterstützen. Gut, dass sein Sicherheitsgeschirr einen so großen Griff hat. So arbeiten wir uns immer weiter nach unten.

Der restliche Weg zurück zum Parkplatz ist dann ein willkommener, einfacher Spaziergang, bei dem die Muskeln gelockert werden können, bevor wir ins Auto steigen. Ein natürlicher Cool-Down, sozusagen. Pablo läuft brav neben mir. Zur Belohnung gibt es immer mal wieder ein Leckerli aus meiner Tasche. 

Tourenprofil:

Länge der Strecke: ca. 8,9 km

Höhenmeter: ca. 885 hm

Dauer: ca. 2 Stunden (reine Gehzeit)

Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwere Wanderung

Kondition: mittel 

Trittsicherheit: erforderlich

Schwindelfreiheit: nicht unbedingt erforderlich

Wenn ihr euch unsicher seid, geht die Strecke nur in Begleitung einer zweiten Person. Dein Hund sollte bereits Erfahrung beim Kraxeln gesammelt haben.

Wir wünschen euch viel Spaß beim erkunden dieser Tour und viele schöne Abenteuer mit eurem Vierbeiner!

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