Tourenplanung für Wanderung

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Damit die Wanderung mit deinem vierbeinigen Begleiter ein echtes Wandervergnügen wird, solltest du vorab deine Tour ganz genau planen und auch Plan B im Petto haben.

Die richtige Tourenplanung für Wanderer

Der Reiz und der Anblick der wunderschönen Bergwelt führen immer mehr Menschen in die Natur. Doch nicht jeder startet gut vorbereitet und in bester körperlichen Verfassung und mit top Kondition. Viele unterschätzen die Gefahren und überschätzen ihr eigenes Können. Daher solltest du immer, auch bei kurzen Bergwanderungen, die Tour sorgfältig planen und die Ausrüstung für dich und deinen Hund vorbereiten.

Achte auf deinen vierbeinigen Begleiter

Beim Wandern mit Hund darfst du nicht nur von deinen eigenen Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen ausgehen. Du musst auch die deines Vierbeiners berücksichtigen. Außerdem musst du genau darauf achten, ob eventuell unüberwindbare Hindernisse (Leitern, Hängebrücken, Gitterroste) für unschöne Überraschungen auf der Tour sorgen können und euch im schlimmsten Fall zum Umdrehen zwingen. Daher ist eine gute und realistische Tourenplanung Voraussetzung für eine sichere und schöne Wanderung. Denn das sichere Erleben von Mensch und Hund steht immer über dem Erreichen zu ehrgeiziger Ziele. 

Auch wenn dein Vierbeiner zu den "lauffreudigen" Rassen gehört, wie beispielsweise Dalmatiner, Husky, Weimaraner und Dobermann, heisst es nicht automatisch, das dein Hund ohne Training 40 km gehen kann. Du musst deinen Hund auf lange Märsche vorbereiten und trainieren.

Dein Hund wird dir überall hin folgen, auch dann, wenn er schon längst am Ende seiner Kräfte ist. Daher beobachte ihn genau. Sorge für ausreichende Pausen und stehts frisches Trinkwasser. Auf sehr steinigem Gelände solltest du seine Pfoten überprüfen und Booties dabei haben. Diese kannst du prophylaktisch oder bei bereits bestehender Verletzung deinem Hund über die Pfoten stülpen. Hunde können schnell überhitzen, daher passe die Wanderung der Temperaturen an und führe bei einem empfindlichen Hund eine Kühlweste mit, die du ganz einfach und jederzeit mit etwas Wasser aktivieren kannst. 

Lasse deinen Hund in den Bergen nicht frei laufen. Steinböcke, Kühe oder ein Murmeltier können den Jagdtrieb deines Hundes wecken. Rennt er dann erst mal los, sind seine Ohren auf taub gestellt. Rufen bringt dann meist wenig. Er könnte bei der Jagd sogar an einer Felswand abstürzen. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Hunde im Jagdmodus der Beute lange hinterher laufen, dabei die Orientierung verlieren und nicht mehr zu ihrem Herrchen oder Frauchen zurück finden. Jedes Jahr werden Hunde in den Bergen als vermisst gemeldet und tauchen in den seltensten Fällen wieder auf.

Wirf einen Blick auf das Wetter

Einige Tage vor deiner geplanten Wanderung solltest du das Wetter im Wandergebiet überprüfen. Ist kühles Wetter oder sogar Regen angesagt, musst du deine Bekleidung entsprechend anpassen. Eine Regenjacke solltest du übrigens immer bei dir führen. Sie wiegen nicht viel, haben meist ein kleines Packmaß und schützen dich vor dem Durchnässen. Kurz vor Tourbeginn solltest du noch mal einen Blick auf die Wetterkarte werfen. Sind Unwetter oder Gewitter gemeldet? Dann verschiebe lieber deine Tour. 

Eigene Kondition

Schätze deine Kondition und deinen Fitnesszustand realistisch ein. Gerade so mit hochrotem Kopf und dem Plus einer Rennmaus den Gipfel zu erreichen ist wenig zielführend. Denn gerade beim Abstieg passieren Unfälle und schwere Stürzte. Dein Körper ist geschwächt, die Konzentration lässt nach. Suche dir eine Tour entsprechend deinem Leistungsniveau heraus. Erhöhe nach und nach Schwierigkeitsgrad deiner Wanderungen.

Gepäck: was muss mit

Bereitest du dich für eine Tagestour vor? Dann ist dein Rucksack schnell gepackt. Denke an ausreichend Verpflegung für dich und deinen Hund. Was du genau an Ausrüstung mitführen solltest, findest du in unserem Blogbeitrag "Was gehört in deinen Wanderrucksack". Dort findest du auch verschiedene Packlisten zum Ausdrucken.

Berechnung der Gehzeiten

Um eine Tour erfolgreich durchführen zu können, musst du als Wanderer wissen, wie lange du für die Strecke brauchen wirst. Parameter wie Fitnesszustand, Wegbeschaffenheit, Höhenmeter, Verfassung der Gruppe (wenn du in einer Gruppe unterwegs bist) und Wetter sind wichtige Faktoren, die in deine Berechnung einfließen müssen. Die Gehzeit kannst du so berechnen: Ein Wanderer kann in einer Stunde ca. 300 Höhenmeter im Aufstieg und 500 Höhenmeter im Abstieg bewältigen, 4 km in der Ebene. Daraus ergibt sich folgende Formell: Zeit für die Horizontal- und für die Vertikalentfernung berechnen, den kleineren der beiden Werte halbieren (in den Bergen ist das meist die Zeit für die horizontale Strecke), dann den halbierten Wert zum größeren Wert addieren = Gehzeit

Beispiel:

Vertikaldistanz: 1500 Höhenmeter in 5 Stunden (300 Höhenmeter in 1 Stunde), für den Abstieg kannst du von 3 Stunden ausgehen (500 Höhenmeter in 1 Stunde). Also 5 Stunden Aufstieg + 3 Stunden Abstieg = 8 Stunden

Horizontaldistanz: Nachdem man pro Stunde rund 4 Kilometer schafft, benötigt man also für eine Strecke von 8 Kilometern 2 Stunden. 

Der kleinere Wert wird nun halbiert, in dem Fall also die Horizontaldistanz von 2 Stunden. Das ergibt: 1 h

Den halbierten Wert rechnest du der Vertikaldistanz hinzu. Also: 8 h  + 1 h = 9 Stunden

Damit erhälst du ein Gefühl für die reine Gehzeit. Folgende Zeiten solltest du in deine Berechnung einfließen lassen:

  • ca alle 30 Minuten kurze Trinkpause für Mensch und Hund
  • längere Pause am Gipfel (45 Minuten oder 60 Minuten)
  • je Größer die Gruppe, desto länger dauern die Pausen aber auch die Gehzeit

Erstelle dir einen groben Zeitplan

Dein Plan könnte ungefähr so aussehen und verschafft dir einen kleinen Überblick, wann du wieder zurück am Ausgangspunkt sein solltest. 6 Uhr Start am Parkplatz, 8 Uhr kurze Pause, 10 Uhr kleine Brotzeit, 12 Uhr am Gipfel, 12:45 Uhr Abstieg, 14 Uhr kurze Pause, kurzer Halt für ein paar Fotos, 17 Uhr wieder am Parkplatz.

Selbstverständlich sollst du nicht den Berg hinauf hetzen und deinem Hund keine Zeit zum Schnüffeln bieten. Du sollst die Natur um dich herum genießen, abschalten und entschleunigen können. Aber für den Überblick und die Länge der Strecke solltest du die Zeit gut einschätzen können. Wenn du dich spontan dazu entscheidest, an einem schönen Aussichtspunkt länger zu verweilen, hast du ein Gefühl dafür, ob es überhaupt noch Sinn macht weiter zum Gipfel zu gehen, oder du es lieber ein anderes Mal erneut versuchst.

Point of no return

Bei Wanderungen solltest du dir immer deinen "Point of no return" setzen. An welchem Punkt macht es Sinn umzukehren oder lieber weiter zum Ziel zu gehen. Beispielsweise bei Wetterumschwung. Falls die Entscheidung zugunsten der Umkehr fällt, brauchst du entweder Plan "B" (Ausweichziel) oder läufst die Tour wieder zurück zum Startpunkt. Ist dein Ziel eine bewirtschaftete Hütte, in der du Übernachten wolltest, informiere den Hüttenwirt von deiner Planänderung. Dieser alarmiert sonst bei Nichterscheinen die Bergwacht und lässt dich suchen.

Karte studieren

Studiere vor Beginn deiner Wanderung die Tour ausgiebig auf der Karte. Versuche ein Gefühl für das Gelände zu bekommen. Merke dir Orientierungspunkte. Es passiert nicht zum ersten Mal, dass jemand sich in den Bergen verläuft. Du bist abgelenkt, verpasst eine Abzweigung oder findest die Wegmarkierungen erst gar nicht. In dem Fall solltest du ein Gefühl für die richtige Richtung haben. Wenn dir der Weg "spanisch" vorkommt, kannst du einfach wieder drehen, dich anhand von deiner Umwelt orientieren und den richtigen Weg auf deiner Karte finden. Verlasse dich nicht auf eine App!

Wenn du alleine gehst

Wenn du mit deinem Hund alleine in den Bergen unterwegs bist, weihe bitte deinen Partner, deine Partnerin, deine Eltern oder Freunde in deine Pläne ein. Sende, wenn möglich, von deinem Ausgangspunkt (Parkplatz) den Standort mit dem Handy. Es ist immer gut zu wissen, wo gesucht werden kann, sollte man nicht zum Parkplatz zurück finden. 

Wir wünschen dir viel Spaß!

Fotos Quelle: Ruffwear

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